Im Laufe des Lateinlebens bekommt jeder von euch einen kleineren oder größeren Einblick in das Alltagsleben der alten Römer. Mit Hilfe kleiner Projekte und Aktionen wollen wir die Theorie auch praktisch erlebbar machen. Deshalb wird im Unterricht gebastelt, geschneidert oder gekocht. Hier eine Auswahl unserer Projekte für die einzelnen Jahrgangsstufen:
Klasse 7: Lateinisches Theater und römische Kleidung
Der naheliegendste Ort, Zeugnisse lateinischer Sprache zu erkunden, ist das Doberaner Münster. Hier gibt es eine große Anzahl Inschriften aus verschiedenen Bereichen, seien es Zitate aus der Bibel, Sprüche oder Grabinschriften. Hat man die Inschriften erst einmal gefunden, ist es zeitweilen schon recht knifflig, sie zu entziffern, bevor man sich daranmachen kann, sie zu übersetzen. Doch nicht nur die lateinische Sprache soll bei diesem Unterrichtsgang eine Rolle spielen, sondern auch die Geschichte und Architektur des Münsters.
Man braucht als Lateinschüler gar nicht in die Ferne schweifen, um seine Kenntnisse in dieser Sprache anwenden zu können, denn auch vor Ort haben wir viele Zeugnisse dafür, dass Latein wichtige Kommunikationssprache war. Egal, ob in mittelalterlichen Kirchen oder Gebäuden der Renaissance, überall könnt ihr, wenn ihr genau schaut, lateinische Inschriften finden. Aber wisst ihr auch, was drin steht, wenn vielleicht eure Eltern sagen: "Mensch, du hast doch Latein, dann sag doch mal, was am Steintor steht!".
In jedem Schuljahr bietet unsere Fachschaft für interessierte Lateiner und Nichtlateiner einen Ausflug nach Potsdam in den Park von Sanssouci an. Was hat das mit Latein zu tun? Da der Alte Fritz kein Verächter der Antike und ihrer Kunst war, gibt es in seinen Gefilden eine Menge aus Mythologie und Geschichte zu entdecken und wir können euch dabei helfen, sie zu verstehen. Die Lateiner werden im Unterricht mit Hintergrundwissen gerüstet und können dann vor Ort Göttern, Helden und Kaisern auf die Spur kommen. Hier ein paar Beispiele: